Ein paar Gedanken um unser wahres Vermächtnis

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In den letzten Tagen gab es wiederholt Sendungen und Filme über unsere unrühmliche Historie des Dritten Reiches. Ich glaube, dass sich niemand von diesem mahnenden Thema und den sich ständigen wiederholenden Appellen, wir Deutsche trügen eine besondere Verantwortung, frei machen kann.

In den ausgestrahlten Beiträgen mischten sich plötzlich Erinnerungen, Erzählungen um die Familiengeschichte meiner Eltern, Großeltern und meiner Urgroßmutter Anastasia …. und ich fragte mich, was ist unser wahres Vermächtnis?

Meine Urgroßmutter wurde zum Ende des 1.Weltkrieges vom Urgroßvater aus Russland mitgebracht – eine große Liebe wuchs damals in den Trümmern des heutigen Sankt Petersburg.

Anastasia war eine „nichtarische“ Ehefrau, ihr drohte die Vertreibung, Deportation und schlimmstenfalls die Gaskammer im Rahmen der ethnischen Säuberung. Den drei kleinen Kindern ebenfalls…… ein unvorstellbares Szenario.

Ist es verwerflich, dass in diesem Fall mein Urgroßvater, der nun den zweiten Weltkrieg miterleben musste, in die NSDAP eintrat um seine Liebsten zu schützen? Wie hätte ich, wie hätten wir alle gehandelt?

Anastasia überlebte den Säuberungswahn Hitlers. Mein Urgroßvater dagegen wurde auf Grund seines Parteibuches in Bautzen jahrelang von den russischen Alliierten eingesperrt und verstarb nur kurze Zeit später, nach seiner Entlassung in die Freiheit…..

Eines wird mir in den letzten Tagen wieder extrem bewusst! Wir haben zwar eine grausame Vergangenheit, ich erstarre fast bei den Gedanken daran, was die Menschen damals ertragen und erleiden mussten, einige erlebten sogar zwei Kriege. Aber ich bin heutzutage umso dankbarer, dass ich EIN SORGLOSES FRIEDLICHES LEBEN führen darf.

Wissen wir unser Leben wirklich WERTZUSCHÄTZEN? Besitzen wir überhaupt WERTE? Welche? Leben wir diese? Sind wir Vorbilder für unsere Kinder?

Gerade in Bezug auf den kaltblütigen Mord an einem Regimekritiker vor dem Kreml, verneige ich mich nochmals vor meinem Vater, der sich den lukrativen Lockangeboten, Werbungen und den anschließenden geflüsterten „Mord“-Drohungen der Stasi widersetzte. Er lehrte mich stets ehrlich, aufrichtig und konsequent zu sein.

Heute ist mir klar, genau DAS ist mein größtes Vermächtnis!

Es im eigenen Kind wieder zu entdecken das größte Glück und UNBEZAHLBAR…..

Gedanken zum Glück

Die Blonden 3-1

 

Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit. Schon der römische Dichter und Staatsmann Seneca sagte im ersten Jahrhundert: „Wir alle streben nach Glück und einem erfüllten Leben.“
Oder denken wir nur einfach an den Roman „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von Francais Lelord. Der fiktive Psychiater Hector versucht bei einer Reise durch die Welt, dem Geheimnis des Glücks auf die Spur zu kommen.
 
Selbst die Wissenschaft versucht seit Jahren das Geheimnis aufzudecken, wir wissen, glückliche Menschen erkranken seltener und weniger schwer. Sie sind gesünder. 
Glück, und das seit 2000 Jahren anhaltende Streben der Menschheit danach, was ist das jedoch? Macht, Erfolg, Reichtum? Sind wir dauerhaft glücklich, wenn wir keine offenen Wünsche mehr haben?
 
Oder ist es die Liebe die uns glücklich macht? Unsere Kinder? Unsere Familie? Freunde? 
 
Mit Sicherheit hat jeder Mensch hat seine eigene Definition vom Glück. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich dem Zitat des Dalai Lama nur beistimmen:
 
„Ich glaube, dass Glück durch die Schulung des Geistes erlangt werden kann.“
 
Es liegt an uns die kleineren oder größeren Geschenke, die das Leben tagtäglich für uns bereit hält, bewusst wahrzunehmen. Mag sein, dass wir hierfür etwas Übung bedürfen, aber wir können unsere Augen und unser Herz dafür öffnen. 
 
Zum Glücklichsein gehört das Unglücklichsein. Zur Freude die Trauer. Zum Wohlbefinden gehören Zeiten mit Schmerzen.
 
Nur durch die Gegensätze schätzen wir das Positive!
 
Zum Schluss eine Frage zum Nachdenken…..
 
Sind Sie glücklicher über das, was Sie geworden sind, oder darüber, was Sie nicht geworden sind?
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